Warum wir diesen Schutz benötigen?

Sonnenstürme und deren Auswirkungen

Die Notwendigkeit für ein Sonnensturm-Warnsystem und die Erforschung des Weltraumwetters ist in vielen Ländern sehr stark ausgeprägt, nicht nur in Regierungskreisen, sondern auch in der Wirtschaft, Industrie, in Forschungseinrichtungen, Universitäten, und vielen mehr. Die NASA geht in einem aktuellen Bericht aus 2020 davon aus, dass ein Sonnensturm, wie wir ihn im Jahre 1859 erlebt haben, der sog. Carrington Effekt, der zu einem großflächigem Stromausfall und Bränden führte, uns in den nächsten 5-10 Jahren wieder erreichen kann. 2016 verfehlte uns nur knapp ein sehr starker Sonnensturm.

Mit Beginn des neuen Sonnenzyklus Nummer 25, werden laut NASA/NOAA, Sonnenflecken und Flare-Ereignisse, ähnlich wie im Zyklus 24 erwartet. Die Gefahr ist jedoch unabhängig von hoch-aktiven Zyklen.

Da auch in ruhigeren Zeitphasen intensive Sonnenwinde die Erde und unser Magnetfeld stark beeinflussen können.

Animation der Annäherung an einen starken solaren Protonenpulssturm von Sunspot 1402 in 2012 - Quelle https://www.swpc.noaa.gov
European Grid Map

Transformatoren in Umspannwerken würden im Bruchteil einer Sekunde irreparabel beschädigt werden. Da die Anzahl von „Reserve-Transformatoren“ begrenzt ist, kann die Wiederbeschaffung Jahre dauern. Die Infrastruktur würde zusammenbrechen, Computer und Mobiltelefone wären nicht mehr betriebsfähig, die Logistik für unser Warensystem fiele aus, Flugzeuge könnten nicht mehr starten oder landen, Banken wären nicht mehr in der Lage, die Geldversorgung sicher zu stellen, unser Finanzsystem würde ergo zusammenbrechen. Ohne Elektrizität funktioniert so gut wie gar nichts auf der Erde. Und wohl nicht nur dort… Satelliten, die zum Beispiel unerlässlich sind für unsere Verkehrsleitsysteme auf Land, Luft und See wären ebenfalls betroffen. Kurzum: Nach  – spätestens – 24h bräche in den Städten das Chaos aus.

Geomagnetischer Sturm 1989